Wurzel-Werk: 12 Wochen für dein Nervensystem und das Nachnähren von allem, was du nie bekommen hast.

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by Anja Engel
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Wurzel-Werk: 12 Wochen für dein Nervensystem und das Nachnähren von allem, was du nie bekommen hast.

by Anja Engel

Du funktionierst. Oder du hast irgendwann aufgehört, es zu können.

Die einen von euch halten nach außen noch alles zusammen — Job, Kinder, Haushalt, alle Erwartungen —, während innen längst Alarm ist. Die anderen sind da angekommen, wo der Körper nicht mehr mitspielt: Angst, die den Alltag eng macht. Zwänge, die Kontrolle vorgaukeln, wo keine ist. Essstörung, weil der Körper sich über Essen reguliert, wenn er sonst keinen Weg mehr findet. Depression. Ein Nervensystem, das seit einem Trauma im Überlebensmodus feststeckt, PTBS inklusive.

Beides hat denselben Ursprung. Nur zwei verschiedene Arten, wie ein überfordertes Nervensystem überlebt, die eine nach außen unsichtbar, die andere sichtbar zusammengebrochen.

Was dahinterliegt, ist bei beiden gleich: das, was in deiner Kindheit an Co-Regulation gefehlt hat. Ein sicherer Ort. Eine Mutter oder ein Vater, die dich halten konnten, ohne dass du dich dafür verbiegen musstest. Oder ein traumatisches Ereignis. 

Wurzel-Werk ist keine Selbstoptimierung. Es ist die Arbeit an der Wunde darunter, deiner Mutterwunde, deiner Vaterwunde, dem Trauma, das vielleicht nicht mal deins ist, sondern durch Generationen vor dir weitergegeben wurde.

12 Wochen. 6 Module. 

Für wen ist Wurzel-Werk?

Du hältst nach außen noch alles zusammen, aber innen bist du im Dauer-Alarm oder komplett leer.

Oder du kannst schon länger nicht mehr so tun, als wäre alles okay: weil dein Nervensystem, seit einem Trauma im Überlebensmodus feststeckt.

Du trägst eine Mutterwunde, eine Vaterwunde, oder beides. Auch wenn du nie ein Wort dafür hattest.

Du spürst Muster in dir, die nicht mal deine eigenen sind, sondern von deiner Mutter, deiner Großmutter weitergereicht.

Du bist bereit, deine abgespaltenen Anteile wieder nach Hause zu holen, egal, ob du gerade noch funktionierst oder nicht.

Ein Wort dazu, weil es mir wichtig ist: Wurzel-Werk ist Körperarbeit, keine Therapie. Bist du gerade in einer akuten Krise oder in Behandlung, kläre vorher kurz mit deiner Therapeutin oder deinem Arzt ab, ob das Programm parallel für dich passt.

Start: 

11. September 2026

6 Module über 12 Wochen

Alle 2 Wochen ein Live-Zoom-Call, plus Kickoff- und Abschluss-Call — 8 Live-Calls insgesamt

Eigene Telegram-Gruppe für Austausch und Begleitung zwischen den Calls

Umfangreiches Begleitmaterial zu jedem Modul

Die ersten 6 Anmeldungen sichern sich den Frühbucher-Rabatt und zusätzlich eine 1:1-Session mit mir.

Eine Reise durch dein Nervensystem, deine Wunden und zurück in deinen Körper.

MODUL 1 · 11.09. – 25.09.

Wurzeln und Flügel

Bevor irgendetwas heilen kann, muss dein Nervensystem wissen: Ich bin hier. Ich bin sicher. Die meisten von uns haben das nie gelernt. Wir sind aufgewacht in Wachsamkeit, eingeschlafen im Kampfmodus, haben nie gespürt, wie sich ein Körper anfühlt, der einfach da sein darf, ohne zu funktionieren.

In diesem ersten Modul gehst du nicht in die Theorie, sondern in den Körper. Du lernst deinen eigenen nervösen Zustand kennen — bist du im Alarm, im Rückzug, im Kollaps, oder irgendwo dazwischen? Über somatische Übungen schaffst du zum ersten Mal einen Ort in dir, der trägt, bevor du irgendwohin weitergehst.

Das ist der Boden, auf dem die nächsten elf Wochen stehen. Ohne diesen Boden bleibt jede Veränderung Kopfarbeit. Mit ihm wird sie Körper.

MODUL 2 · 25.09. – 09.10.

Mangel und Fülle

Da ist ein Hunger in dir, für den du nie ein Wort hattest. Er zeigt sich nicht als Hunger – er zeigt sich als endloses Grübeln in Beziehungen, als das Gefühl, nie genug zu sein, als diese leise Sehnsucht nach jemandem, der einfach da ist, ohne dass du dich dafür anstrengen musst.

Das ist deine Mutterwunde. Nicht als Schuldzuweisung — deine Mutter hat vermutlich gegeben, was sie hatte, geprägt von ihrer eigenen Geschichte, ihrer eigenen Erschöpfung in einem System, das Mütter allein lässt. Aber das, was gefehlt hat, ist trotzdem in dir. Als Mangel, der sich in jede Beziehung schleicht, die du führst.

In diesem Modul gehst du über deinen Körper genau dahin, ohne dich in der Geschichte zu verlieren. Du spürst den Mangel, ja. Aber du gehst weiter: Du beginnst, dir selbst zu geben, was du gebraucht hättest. Zum ersten Mal wird aus Mangel echte, eigene Fülle, nicht geliehen, nicht erwartet von außen, sondern gebaut in deinem eigenen Körper.

MODUL 3 · 09.10. – 23.10.

Sicherheit und Halt

Wer hat dich beschützt, als du klein warst? Nicht in der Theorie — in echten Momenten der Angst, der Überforderung, des Chaos. Wenn die Antwort „niemand“ oder „ich musste es selbst“ lautet, trägst du bis heute eine Wachsamkeit in dir, die nie zur Ruhe kommt.

Das väterliche Prinzip ist mehr als Nähe, es ist Schutz, Führung, Struktur, ein Halt, der dir sagt: Du musst nicht allein klarkommen. Fehlte das, hast du gelernt, für dich selbst die Erwachsene zu sein, lange bevor du eine sein solltest. Das erschöpft, jeden Tag, unsichtbar.

In diesem Modul begegnest du deiner Vaterwunde direkt im Körper. Du lernst, zwischen der Wachsamkeit, die dich früher geschützt hat, und der Sicherheit, die du dir heute selbst geben kannst, zu unterscheiden. Am Ende trägst du zum ersten Mal einen Halt in dir, der nicht wackelt, wenn das Leben unsicher wird.

MODUL 4 · 23.10. – 06.11.

Schatten und Licht

Manche deiner Muster sind nicht mal deine eigenen. Die Angst, die du fühlst, wenn du erfolgreich bist. Die Stimme, die dir sagt, du darfst nicht zu viel Raum einnehmen. Das Misstrauen, das aufploppt, wenn es dir gerade gut geht. Vieles davon hast du vielleicht geerbt, von deiner Mutter, ihrer Mutter, aus einer langen Kette von Frauen, die nie die Möglichkeit hatten, das zu heilen, was du jetzt heilen kannst.

Das ist transgenerationales Trauma. Es lebt in deinem Körper, obwohl die Geschichte, aus der es stammt, nicht deine ist.

In diesem Modul trennst du dich davon und gehst den Anteilen in dir nach, die du abgespalten hast, um zu überleben, und die im Dunkeln geblieben sind. Du holst sie ans Licht, nicht um sie zu bekämpfen, sondern um sie zu integrieren. Was danach bleibt, ist leichter. Es ist wirklich deins.

MODUL 5 · 06.11. – 20.11.

Rolle und Wahrheit

Du kennst deine Rollen. Die Starke. Die, die alles im Griff hat. Die, die nie zu viel will, nie zu laut ist, nie zu bedürftig. Diese Rollen haben dich einmal gerettet als Kind, in einem Zuhause, in dem du dir Liebe verdienen musstest, indem du funktioniert hast.

Aber eine Rolle, die dich einmal geschützt hat, kann dich heute erschöpfen. Jeden Tag ein Stück mehr, weil sie nicht du ist. Weil unter der Rolle eine Frau wartet, die nie gefragt wurde, was sie eigentlich fühlt, braucht, will.

In diesem Modul legst du die Maske für Momente ab, sicher, begleitet, im eigenen Tempo. Du spürst den Unterschied zwischen dem, was du sein musstest, und dem, was du wirklich bist. Das ist keine kleine Erkenntnis. Das ist der Anfang davon, dich nicht mehr täglich neu erfinden zu müssen, um geliebt zu werden.

MODUL 6 · 20.11. – 11.12. 

Nest und Nahrung

Drei Wochen Integration, weil Heilung, die nicht ankommt, keine Heilung ist. In diesem letzten Modul geht es nicht mehr darum, neue Dinge zu erkennen. Es geht darum, alles, was du in den letzten neun Wochen berührt hast, in deinem Körper zuhause werden zu lassen.

Du nährst nach, was nie genährt wurde. Nicht, indem du darauf wartest, dass jemand anderes es endlich tut, sondern indem du selbst die Frau wirst, die dir als Kind gefehlt hat. Das Nest, in dem du dich sicher fühlst. Die Nahrung, die dich trägt, auch wenn niemand sonst da ist.

Die Wurzeln aus Modul 1 tragen dich jetzt wirklich. Und zum ersten Mal fühlen sich deine Flügel nicht wie Flucht an, sondern wie Freiheit.


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